unterwegs erlebt

24. Dezember 2007

Arizona – Südwesten – heiß!

Filed under: Arizona — heplev @ 22:13
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Saguaro-Kaktus bei TucsonSo das gängige Klischee. Im „Tal“ von Tucson stimmte das ja auch noch.

Wir waren aber dann unterwegs in die Berge. Immerhin, kurz vor der Grenze nach Mexiko, also ganz im Süden. Da kann es doch nur heißer werden. Und wenn dann noch die Saguaro-Kakteen da rum stehen und „in den Himmel ragen“, wird man schonmal recht ehrfürchtig, dass die Dinger in der Hitze überhaupt wachsen und so groß werden können.

Anders sieht es aber aus, wenn man dann weiter in die Berge fährt. Keine halbe Stunde nach dem Saguaro, bei dem mir das T-Shirt noch fast zu viel Kleidung war, durfte ich mich freuen, dass unser Gastgeber genug warme Sachen für alle mitgenommen hatte. Da oben befanden wir uns nämlich an einem Schilift, der wohl bald den Betrieb auf nehmen würde. Es war saukalt! Und das Mitte Oktober, wo z.B. in den Alpen noch kein Mensch ans Schi fahren denkt.

Wir hatten eine tolle Aussicht, aber die konnte ich nicht wirklich genießen, weil ich trotz der dicken Jacke ziemlich fror. Hinterher war ich heilfroh, dass wir wieder im Warmen waren. DAS war eine Überraschung, die nun wirklich ohne jegliche Vorahnung und -warnung gekommen war.
Schilift und -piste bei Tucson

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Arizona kennt nicht nur Sonne

Filed under: Arizona — heplev @ 22:00
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Auch am Grand Canyon ist nicht alles eitel Sonnenschein. Bei unserem Besuch war der Himmel schon reichlich bedeckt. Zum Glück kam die Sonne immer mal wieder durch. Der Regen blieb dort auch aus, wo wir waren – jedenfalls so lange wir uns am Canyon selbst aufhielten. Weiter drüben ging aber zwischendurch ein kräftiger Guss runter:
Regen am Grand Canyon

Wenn der Comic ‚Realität‘ wird

Filed under: Arizona — heplev @ 21:55
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Snoopy Rock, ArizonaAuf dem Weg zum Grand Canyon gibt’s auch richtig viel zu sehen. Landschaft ohne Ende, Steinformationen, Gesteinsschichten usw. Und wie die Amis so sind, benennen sie gerne auch mal ein Teil nach „zeitgenössischen Berühmtheiten“, auch wenn es die „in echt“ gar nicht gibt.

Reiseführer sind da gelegentlich etwas nachlässig. Statt uns vorzuwarnen, bekamen wir ganz nebenher gesagt: „Übrigens rechts könnt ihr jetzt den Snoopy Rock sehen.“ Wir kennen alle das bekannte Motiv des Snoopy von den Peanuts, der auf seiner Hundehütte liegt. So sah der Felsen zu unserer Rechten aus, der kurz durchhuschte (na ja, wir huschten, der Felsen war ja fix). Ich hatte zwar die Kamera in der Hand, aber eigentlich war es schon zu spät. Auf dem Foto kann man Snoopy nur noch erahnen – rechts vom großen Felsen liegt er und ruht sich aus…

9. Dezember 2007

USA 1990 – Washington, D.C.

Die Aussicht vom Washington Monument ist durch die jeweils zwei kleinen Fenster auf jeder Seite etwas beschränkt. Aber wenn man dann an die Scheibe ran kommt, kann man recht viel erkennen.

Im Norden liegt das Weiße Haus, im Süden der Potomac mit dem Jefferson Memorial:
Washington D.C., Weißes Haus vom Washington Memorial
Washington D.C., Potomac, Jefferson Memorial aus Washington Monument

Nach Westen erkennt man am Ende der National Mall den Kongress; rechts und links daneben liegen Institutionen und Museen:
Washington D.C., National Mall mit Congress

Nach Osten liegt der Reflecting Pool, dahinter das Lincoln Memorial und jenseits des Potomac Arlington (Virginia), wo sich auch der National Cemetary befindet:
Washington D.C., Reflecting Pool, Lincoln Memorial vom Washington Monument
Washington D.C., Blick nach Arlington

8. Dezember 2007

USA 1990 – Washington, D.C.

Filed under: Washington, D.C. — heplev @ 20:08
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Washington MonumentEines der einfachsten, aber trotzdem (oder gerade deswegen?) imponierenden Monuments in Washington ist das Washington Monument, das einmal als Getreidespeicher errichtet wurde. Innen kann man mit dem Aufzug bis ganz nach oben fahren und durch kleine Fenster die Umgebung betrachten. Unten weht der Patriotismus in Form von US-Flaggen, die um das Monument herum flattern.

Die US-Volksvertreter und der Präsident hatten Probleme sich auf den Staatshaushalt zu einigen. So arbeiteten die Ranger an und in den staatlichen Monumenten gerade „ohne Bezahlung“. Verständlich, dass die Rangerin im Aufzug allen Besuchern ans Herz legte, bevor sie wieder gingen: „And pray we have a budget tonight.“

Kleine Anekdote am Rande: Ich wollte mir einen annähernd DinA4-großen Abzug des Dias machen lassen. Im Fotoladen wurde ich gefragt, ob ich nicht erst den Fleck entfernen wollte – er meinte das Flugzeug, das im Hintergrund vom National Airport, heute Ronald Reagan Airport gestartet war.

USA 1990 – Flughafen Salt Lake City, Utah

Filed under: Amerika,Fliegen — heplev @ 19:48
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Von Chicago aus ging es nach Phoenix, Arizona. Aufgrund des Flugplans von Delta dachte ich, es würde über Dallas/Ft. Worth gehen. Die Dame am Schalter buchte ich aber über Salt Lake City, Utah. Auf dieser Strecke waren mehr Plätze frei, so dass ich sicher bis nach Phoenix kommen würde.

Das erwies sich als Glücksgriff – der Anflug auf Salt Lake City war richtig stark: die Maschine wand sich durch ein Tal und zog eine große Schleife über den Großen Salzsee, bevor sie auf der Landebahn aufsetzte. Ein irres Gefühl.

Flughafen Salt Lake City, UTDie Berge um den Flughafen sind einfach Wahnsinn. Es geht unglaublich in die Höhe, davor wirken Flugzeuge (wie diese Boeing 737) winzig.

Am Terminal konnte man sie aus der Nähe betrachten. Und dabei gibt es Momente, die zwar eigentlich selbstverständlich sind, aber trotzdem nicht oft zu beobachten sind. Aber wieso sollte es bei Cockpitscheiben anders sein als bei Windschutzscheiben von Autos? Sie müssen geputzt werden (Delta Air Lines Boeing 757-200):
15.10.1990 - Flughafen Salt Lake City

USA 1990 – Grand Canyon

Filed under: Arizona — heplev @ 19:18
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Wenn man sich von Süden kommend dem Grand Canyon nähert, merkt man erst einmal gar nicht, dass da eine über 1000 Meter tiefe und enorm breite Schlucht auftaucht. Nur der Baumstand könnte erahnen lassen, dass da etwas kommt.

Wir fuhren an drei Aussichtspunkte, die alle ihre Reize hatten. Ich hätte nicht gedacht, das ich einmal so viele Dias auf etwas anderes als Flugzeuge verschwenden würde. Aber hier war das auf einmal keine Frage mehr. Leider war das Wetter nicht so ganz günstig. Trotzdem ist beeindruckend, was wir zu sehen bekamen. Und wenn man weiß, dass der Fluss, den man hier sieht, rund 1.000m tiefer liegt, dann bekommt man so ein wenig eine Ahnung, mit welchen Dimensionen man es hier zu tun hat:
18.10.1990 - Grand Canyon
18.10.1990 - Grand Canyon

Als die Sonne ein wenig durchkam, konnte man auch die Farbenpracht des Gesteins ein wenig besser bewundern – aber Fotos (und Filme) können einfach nicht wieder geben, was man da sieht und dabei empfindet: schlichte Ehrfurcht angesichts der Gewaltigkeit der Natur.
18.10.1990 - Grand Canyon

USA 1990 – Oak Creek Canyon, Arizona

Filed under: Arizona — heplev @ 19:01
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Phoenix liegt relativ weit südlich im Bundesstaat Arizona. Der Grand Canyon im Norden, an der Grenze zu Colorado. Die Fahrt im Auto eines Reiseführers geht dann durch so ziemlich alle Landschaftsformen – und davon gibt es reichlich, die auch alle sehr unterschiedlich aussehen. Von wegen Arizona, Wüste und das war’s…

Einer der schönsten – und außerordentlich „grünen“ – Flecken ist der Oak Creek Canyon. Dort gibt es Sedona, eine Stadt, in der sich viele Künstler angesiedelt haben. Und wenn man mit dem Auto den Canyon entlang fährt, ist die Straße von Bäumen gesäumt. Einfach schön.
18.10.1990 - Arizona, Oak Creek Canyon

USA 1990 – Pima Air Museum Tucson, Arizona

In Phoenix kam ich bei einer Freundin unter. Sie wusste von meinem Interesse an allem, was mit Luftfahrt und Flugzeugen zu tun hatte. Deshalb fuhren wir am Wochenende nach Tucson, nicht allzu weit von der Grenze nach Mexiko entfernt. Pima Air Museum, Tucson, AZ
Abgesehen davon, dass sie dort eine Schulfreundin hatte, die wir besuchten, gibt es dort ein Flugzeugmuseum, in dem „abgewrackte“ Maschinen der amerikanischen Militärluftfahrt ausgestellt werden – soll heißen, die Ausstellungsstücke sind in einem eher bemittleidenswerten Zustand. Das ist nicht allzu verwunderlich, weil sie vom nahe gelegenen „Flugzeugfriedhof“ geholt und so der Verschrottung entrissen wurden. Dem Zustand entsprechend bot so manche Maschine denn auch zweckentfremdeten Nutzen, so dieser Sikorsky-Hubschrauber, den ein niedliches Miezekätzchen ihr Zuhause zu nennen schien…

20.10.1990 - Pima Air Museum, Tucson, Arizona

„Begrüßt“ werden die Besucher übrigens auch – von einem mit Haifischmaul „ausgestatteter“ Grumman OV-1:
Pima Air Museum, Tucson, AZ

23. November 2007

Washington, D.C. 1990, Jugendherberge – kleine Gemeinheit

Filed under: Amerika — heplev @ 18:28

Teilweise war ich unterwegs deutschen Touristen begegnet, von denen ich derart genervt war, dass ich mich weiteren Deutschen gegenüber nicht mehr als Landsmann zu erkennen gegeben hatte. In Washington war das einmal eigentlich ziemlich fies. Im Zimmer der Jugendherberge lag ein junger Mann auf einem der Betten und versuchte mit mir ins Gespräch zu kommen. Gerade frisch eingetroffen hatte er Interesse an Tipps und Informationen zum Land und worauf man achten sollte. Dabei war ziemlich schnell klar, dass sein Englisch nicht gerade das Beste war; sein Kumpel konnte „richtig“ Englisch. Er selbst suchte ständig nach Worten und als er auch noch anfing in einem Wörterbuch zu blättern, um sich mir mitteilen zu können, redete ich auf Deutsch weiter. Er war so unglaublich erleichtert sich vernünftig verständigen zu können, dass er mir nicht einmal böse war.

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