unterwegs erlebt

15. Juli 2008

Geier

Filed under: Israel 2008 — heplev @ 9:53
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… gibt es überall. Jetzt nicht die großen Vögel, die sich vom Aas ernähren. Sondern die, die sich um Touristen „kümmern“, um ihnen Geld aus der Tasche zu holen, möglichst viel bei möglichst wenig (Gegen-) Leistung.

Das fängt mit Leuten an, die irgendwo sitzen und möglichst viel Mitleid erweckend die Hand aufhalten (was in manchen Fällen ja auch durchaus echte Armut ist). Bettler also, die sich auch als solche zu erkennen geben. Die zähle ich in wenigen Fällen zu den Geiern, denn diese Geier sind aggressiver und drängen sich den Leuten auf.

Wenn man ins Jaffa-Tor geht, geht es sofort los. Da man als Tourist erkennbar ist, treten dir Leute in den Weg oder gehen neben dir her, die die verschiedensten „Dienstleistungen“ anbieten. Seltsamerweise jeder alle diese Dinge: „Kann ich dich zu deinem Ziel bringen? Darf ich dir meinen Laden zeigen? Brauchst du etwas zu trinken? Weißt du, wo du etwas Gutes zu essen bekommst?“ Und noch ein paar andere.

In den kleinen Straßen der Altstadt geht es weiter (je tiefer man hinein geht, desto weniger kommt es dann vor): „He, mein Freund,…“

Überrascht hat mich dann allerdings, dass es auch Geier an der Westmauer, in der Synagoge dort, gibt. Das funktioniert etwas anders, ist aber auch nicht angenehmer. Einerseits gab es einen Kaftanträger, der offen auf die Leute zuging und die Hand aufhielt. „Subtiler“ war ein schwarz gekleidetes „Pärchen“ aus zwei bärtigen Männern, die auf Besucher zugingen; der ältere der beiden segnete den Besucher, der jüngere übernahm dann die Bettelei („Gib a schenes Papier.“) Die habe ich dann quasi auch dran gekriegt. In der Altstadt hatte ich nie mein Portemonnaie dabei; die kleinen Geldscheine waren in einer Gesäßtasche meiner Hose, die größeren im Brustbeutel. So habe ich in die Hosentasche mit den Münzen gegriffen und die zwei Künstler mit weniger als 10 Schekeln abgespeist.

Und was die Taxifahrer angeht – da habe ich im nächsten Eintrag einiges geschrieben…

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