Inlands-Flug von Mzuzu im Norden Malawis nach Lilongwe ,der Hauptstadt mit dem internationalen Flughafen. Abflug war um 7.15 Uhr Ortszeit, ich war der einzige Passagier.
Das Einchecken ging problemlos. Aber dann meinten die Herren an der Waage mein Gepäck sei zu schwer – Kunststück, wenn sie das Handgepäck mitwiegen. Ohne den „kleinen“ Rucksack war’s dann in Ordnung.
Geflogen wurde mit einer Cessna 208 Grand Caravan, einem 12-Sitzer, der von einer Propellerturbine angetrieben wird. Als der Pilot eintraf, nahm ich einen Tipp meiner Gastgeber wahr: Frag mal, ob du vorne sitzen kannst. Gesagt, getan und für den Piloten war das keine Frage, der räumte seine Tasche weg und ich hatte meinen Panoramablick-Sitz.
Erste Überraschung, als der Funkverkehr nach dem Start erledigt war: „Bist du Deutscher?“ Auf Deutsch. Nach zwei Wochen nur Englisch reden und 3 gelernten Worten Timbuka wieder Deutsch zu reden, fiel mir total schwer. Der Pilot hatte deutsche Eltern und freute sich, sich in seiner Muttersprache unterhalten zu können. Na und ich konnte mich wieder dran gewöhnen sie zu sprechen, haha.
Er meinte dann, dass wir gut in der Zeit liegen und pünktlich in Lilongwe ankommen würden. Auf mein „Schade“ schaute er sehr fragend zu mir rüber. „Na ja, ich fliege halt gern.“ Das war dann wohl so eine Art Stichwort. Denn als wir schon auf die Landebahn zuhielten, drehte er auf einmal ab – und wir kamen mit 15 Minuten Verspätung an. Eine Erklärung habe ich dafür nicht bekommen…
