So das gängige Klischee. Im „Tal“ von Tucson stimmte das ja auch noch.
Wir waren aber dann unterwegs in die Berge. Immerhin, kurz vor der Grenze nach Mexiko, also ganz im Süden. Da kann es doch nur heißer werden. Und wenn dann noch die Saguaro-Kakteen da rum stehen und „in den Himmel ragen“, wird man schonmal recht ehrfürchtig, dass die Dinger in der Hitze überhaupt wachsen und so groß werden können.
Anders sieht es aber aus, wenn man dann weiter in die Berge fährt. Keine halbe Stunde nach dem Saguaro, bei dem mir das T-Shirt noch fast zu viel Kleidung war, durfte ich mich freuen, dass unser Gastgeber genug warme Sachen für alle mitgenommen hatte. Da oben befanden wir uns nämlich an einem Schilift, der wohl bald den Betrieb auf nehmen würde. Es war saukalt! Und das Mitte Oktober, wo z.B. in den Alpen noch kein Mensch ans Schi fahren denkt.
Wir hatten eine tolle Aussicht, aber die konnte ich nicht wirklich genießen, weil ich trotz der dicken Jacke ziemlich fror. Hinterher war ich heilfroh, dass wir wieder im Warmen waren. DAS war eine Überraschung, die nun wirklich ohne jegliche Vorahnung und -warnung gekommen war.

