Vom Flughafen gehen Züge direkt in den Negev, nach Be’er Sheva. Dorthin wollte ich. Also erst einmal die Fahrkarte besorgen. Am Fahrkarten-Automaten suchte ich noch nach der Taste für die Umstellung auf die englische Sprache, da wurde ich schon von einem Teenager-Mädchen angesprochen, die mir helfen wollte und dann zack, zack, zack die richtigen Einstellungen für mich vornahm. Das war natürlich schonmal die erste positive Begegnung.
Auf den Bahnsteig kommt man nur mit Hilfe des Tickets. Es muss in die Durchgangssperre eingesteckt werden, dann kann man sich durchdrücken – wenn man’s richtig rum macht. Ich schaffte es nicht – die Sperre ließ sich nicht bewegen, obwohl sie das Ticket angenommen und auch wieder ausgespuckt hatte! Mehrfach Dann die „geniale“ Idee: War ich vielleicht auf der falschen Seite? Nochmal das Ticket reingeschoben, diesmal die Sperre links neben der Maschine versucht – und durch!

Unten auf dem Bahnsteig war es kühl. Erstaunlich kühl. Deutlich kühler, als oben am Eingang. Verwunderlich. Nach einer Weile fand ich den Grund heraus. Hier gab es entlang der Mauer auf der anderen Seite der Gleise große Luftschächte, aus denen gekühlte Luft geblasen wurde! Schön. Aber auch nicht ohne Risiko – da konnte man sich schnell eine Erkältung holen. Allerdings war das Warten auf den Zug so etwas erträglicher – denn auch hier haben Züge gerne Verspätung…
