Fluggastbrücken sind in der Regel recht uninteressante und wenig ansprechende Gänge vom Flugzeug ins Terminalgebäude. Nicht so am Ben Gurion: Hier hingen Poster (Werbung der Bank Hapoalim) mit der ersten Italienerin (Mona Lisa), dem ersten dies, dem ersten das – alles Personen. Als letztes kommt der erste Israeli – ein Sabre-Kaktus!
Davon bin ich so begeistert, dass ich nicht merke, dass ich mein Portemonnaie verloren habe. Das fällt mir erst nach Verlassen der Brücke auf. Also zurück zum Flieger – die Türen sind noch nicht abgeschlossen. Der Kapitän schickt mich zurück zu meinem Sitzplatz, ganz hinten im Flugzeug. Die Flugbegleiter suchen mit – nichts zu finden. Also wieder raus – die Tür zum Terminal ist zu! Wieder zurück zum Flugzeug. Der Kapitän ruft einen Flughafen-Mitarbeiter. Der schaut mich etwas pikiert an: Wie ich denn hier in die geschlossene Fluggastbrücke betreten konnte? Ich schildere meine Lage, er öffnet die Tür und ich bin schnell wieder mit den anderen Passagieren zusammen unterwegs zur Einreise-Kontrolle.
Glück im Unglück: Im Geldbeutel waren nur 12 Euro und ein paar Schekel…
Flughöhe auf dem Weg nach Israel: gut 10.000 Meter. Da wird die Erde unten recht übersichtlich, selbst aus einem kleinen Flugzeugfenster. Dank Digitalkameras ist es heutzutage möglich aus diesem Fensterchen hinaus zu fotografieren, auch wenn man am Gang sitzt.
Mehr als drei Stunden vor dem geplanten Abflug: Drei lange Schlangen vor den Schaltern in der Abflughalle. Erste Überraschung: Der Flug geht eine Stunde später als angegeben. Dann stellt sich heraus: Es sind nur zwei der drei Schalter besetzt – und an einem funktioniert offensichtlich der Computer nicht. Die drei Schlangen werden einen Schalter verschoben und zwei der Schlangen (in einer stehe natürlich ich) werden zu einer zusammengeführt. Das geschieht nur mit viel Gedränge, teilweise Geschubse und einige neu ankommenden Leute gehen an allen anderen vorbei ganz nach vorne. Hinter mir meint einer zu seinem Begleiter: „Ich fühle mich schon wieder ganz wie Zuhause in Israel!“