Bei der Fahrt über den Golan hielten wir an einem Aussichtspunkt an. Dieser war früher eine syrische Stellung, aus der von Mai 1948 bis Juni 1967 lustig geschossen wurde – mit Maschinenwaffen auf den Kibbutz Ein Gev, wo die Menschen praktisch jede Nacht im Bunker verbrachten und ihre Kinder kaum einmal raus ließen, weil die Gefahr zu groß war, dass sie von den Geschossen getroffen wurden. Es hatte auch so genug Opfer des syrischen Terrors gegeben. Wie die Menschen das ausgehalten
haben ist mir schleierhaft.
Der Blick vom Bergrücken hinunter war zwar durch Dunst behindert, aber trotzdem lohnenswert. Mit einem Teleobjektiv oder einem Fernglass konnten wir unsere Unterkünfte betrachten. Das verschaffte einen guten Eindruck davon, wie einfach die Siedlung zu treffen war – ganz zu schweigen von den Feldern, die auch mit beschossen wurden. Eine Aufgabe dieser Position durch die Israelis wäre sicherheitspolitisch nicht zu rechtfertigen – außer die Syrer machen in ihrer Haltung zu Israel eine 180-Grad-Wende.
Zum Glück brauchten wir uns darüber jetzt keine Gedanken zu machen und konnten den Blick auf den See genießen – einmal Richtung Nordende:

und dann auch (leider in die Sonne) zum Südende:













